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#LebenNichtBehindern – Petition im Gemeinderat angekommen

#LebenNichtBehindern – Petition im Gemeinderat angekommen

Im April und Mai 2019 hat die IVS Wien eine sehr erfolgreiche Social-Media-Kampagne unter dem Hashtag #LebenNichtBehindern durchgeführt. In der sechswöchigen Laufzeit der Kampagne haben fast 10.000 Menschen unser Anliegen einer kostendeckenden Finanzierung der Leistungen der Wiener Behindertenhilfe mit ihrer Unterschrift unterstützt!

Das hat unsere Erwartungen weit übertroffen und zeigt einmal mehr, dass es Sinn macht, die Anliegen von Menschen mit Behinderungen einer breiteren Öffentlichkeit näher zu bringen. Genau das war nämlich eines der Ziele der Kampagne, mit den Möglichkeiten der neuen Medien über die einschlägige „Szene" hinauszukommen und breitere Bevölkerungsschichten für das Thema zu sensibilisieren.

Insofern war und ist #LebenNichtBehindern eine großangelegte Imagekampagne für die Leistungen der Wiener Behindertenhilfe. Das zweite Ziel der Kampagne war und ist, die verantwortlichen PolitikerInnen in Wien wieder mehr in die Pflicht zu nehmen. Nicht umsonst hat sich die Unterschriftenliste direkt an die Mitglieder des Wiener Gemeinderates gerichtet. Seit der Gründung des Fonds Soziales Wien hat sich der Eindruck immer mehr verfestigt, dass alle behindertenpolitischen Fragestellungen von der Politik an den FSW delegiert werden.

Auf die Aufforderung der Plattform Open Petition (über die die Unterschriftenliste von #LebenNichtBehindern gelaufen ist) an die Mitglieder des Wiener Gemeinderates eine Stellungnahme zur Kampagne abzugeben, haben bisher nur fünf GemeinderätInnen reagiert. Wir werden aber weiterhin versuchen mit Mitgliedern des Gemeinderats ins Gespräch zu kommen und sie auf ihre behindertenpolitische Verantwortung hinzuweisen.

Die Budgets der Organisationen der Wiener Behindertenhilfe für 2019 sind übrigens für die meisten Bereiche immer noch unklar. Zwar gibt es ein Bekenntnis von Seiten des FSW zu Erhöhungen der Kostensätze von bis zu drei Prozent (und in einigen Bereichen auch schon entsprechende Einigungen), die konkreten Abschlüsse stehen aber zum Großteil noch aus.

Robert Mittermair
Sprecher IVS Wien

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