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Wie viel weniger geht noch?

Als im Sozialbereich tätige Organisation sind wir es mittlerweile gewohnt, in finanzieller Hinsicht den Gürtel Jahr für Jahr enger schnallen zu müssen. Mittlerweile beginnt dieser Gürtel allerdings ernsthaft auf die „lebenswichtigen Organe" zu drücken.

Als Organisation in der Behindertenhilfe sind wir maßgeblich auf Unterstützung in Form von Förderungen angewiesen. Da die jährliche Teuerung, steigende Personalkosten etc. seit Jahren nur zu einem Bruchteil valorisiert werden, sind wir zu massiven Einsparungen gezwungen – mittlerweile leider auch im Personalbereich. Konkret bedeutet dies, dass wir aktuell befristete Verträge nicht verlängern und Abgänge aufgrund von Pensionierung nicht nachbesetzen können. Somit steht weniger Personal für die Betreuung unserer KundInnen zur Verfügung, was aktuell eine Verminderung der Betreuungsintensität um 11% bedeutet.

Zudem müssen wir auf Rücklagen zugreifen, die eigentlich für dringendst benötigte infrastrukturelle Maßnahmen vorgesehen sind, um den Betrieb behördlicherseits auch in Zukunft aufrechterhalten zu können. Wie geht es aber weiter, wenn diese gänzlich aufgebraucht sind?

Da für 2019 bereits eine erneute Untervalorisierung in Aussicht gestellt wurde, schrillen somit die Alarmglocken. Aufgrund fehlender Einsparungspotenziale würde dies voraussichtlich erneuten Personalabbau bedeuten, und damit einhergehend einen weiteren Verlust an Betreuungsqualität. Den Preis zahlen neben den gekündigten MitarbeiterInnen schlussendlich die von uns betreuten Menschen. Die Frage ist nur, wie lange.

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