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Der Wille zählt und Fehler darf jede/r machen!
  • Das Komitee empfiehlt, dass die fremdbestimmte Entscheidungsfindung durch unterstützte Entscheidungsfindung ersetzt wird. Das Komitee empfiehlt Österreich, mehr zu unternehmen, um sicherzustellen, dass Menschen mit Behinderungen Zugang zu unterstützter Entscheidungsfindung haben und nicht unter Sachwalterschaft gestellt werden.

Jeder Mensch hat seinen eigenen Willen. Die freie Willensäußerung zählt zu den fundamentalen bürgerlichen Menschenrechten und darf Menschen auch dann nicht verwehrt werden wenn eine – vermeintlich – eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeit oder Handlungsfähigkeit besteht. Das Argument, dass der Schutz des Betroffenen vor Fehlern Vorrang hat ist zu hinterfragen. Nur durch eigene Erfahrungen lernt man auch eigene Handlungsweisen zu erkennen und diese bei zukünftigen Entscheidungen heranzuziehen. Fehler macht schließlich jede/r.

Die freie Willensäußerung muss sich daher auch in der gesetzlich anerkannten Möglichkeit für betroffene Personen widerspiegeln, anstelle der gerichtlichen Zuteilung eines Sachwalters/einer Sachwalterin die Auswahl an Unterstützungspersonen selbst zu treffen. Diese können z. B. aus dem Kreis von Bekannten, Verwandten, Freunden, Nachbarn, Peers oder Angehörigen von Sozialbetreuungsberufen kommen. Sie können bei der Entscheidungsfindung für eine einzige Angelegenheit unterstützen oder für einen längeren Zeitraum als BegleiterInnen fungieren.

Christian Moritz, IVS Wien

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